Unvergleichlich die einheitliche Phrasierung und intonatorische Sicherheit, die Betreuung aller Details ... die Abgestimmtheit, Plastizität und Dichte des Quintetts. Die Berliner spielen Hindemiths Kleine Kammermusik als sei sie eben erst für sie geschrieben. Im Raum breitete sich abschirmend der Zauber des Volkommens aus.
... das Philharmonische Bläserquintett Berlin verwohnte die Ohren der Zuhörer ... stilistisch sicher und virtuos vorgetragen.
... Mozarts ernste, von Fugenpassagen durchzogene Fantasie f-moll gab dem Quintett beständig Gelegenheit, dem Werk durch homogene Klanggebung, schöne Atembögen und stilistisch ausgereifte Interpretation ein hohes Maß an würdevoller Noblesse zu verleihen. Quirlig und locker wie eine charmante Plauderei erschien Hindemiths Kleine Kammermusik, die man vermutlich nur von Philharmonikern derzeit in dieser amüsanten Leichtigkeit und bravürosen Virtuosität hören kann. Herrlich die musikalische Karikatur ...
... Herrlich ausgearbeitete Farbwirkungen, prismatisch reich und durchsichtig, sowie ein scheinorchestrale Ausdrucksspanne ... Man ließ es bei den Zugaben nicht an pikanter Würze fehlen, vor allem in Luciano Berios opus number zoo. Wer wollte sagen, in welcher Rolle die Philharmoniker hier mehr brillierten: als sprechende Bläser oder blasende Sprecher. Kabarettreife hatte das allemal.
Das Musizieren dieses Quintettes brachte dem Zuhörer einen Genuß, der alles in sich birgt: Ton- und Klangschönheit, eine perfekte Technik, die auch nicht "überhört" werden konnte und eine Reife der musikalischen Auslegung aus höchster Warte.
... Das Philharmonische Bläserquintett Berlin, ein Ensemble, dessen Perfektion und klangliche Brillianz zu den ganz seltenen Konzerterlebnissen gehören ... absolut perfekt, makellos im Ton und gestochen scharf und brillant artikuliert ... ein großartiges Konzertereignis.
Daß Roussell, Poulenc und vor allem Françaix dem Bläser Feuerwerke spritziger und zugleich schwieriger Musik in die Instrumentenklappen geschrieben haben, dies weiß jeder Musiker - doch nur ware Könner sind auch in der Lage, diese Werke so voller Esprit wiederzugeben. Insbesondere die "L'Heure du Berger" mit ihren rasenden Rhythmen zeigte alle Kunstfertigkeit des Ensembles.
Wohl die beste Vereinigung dieser Art in Europa. Die Berliner zeigten sich als ein Klangkörper von wunderbarem Wohlklang und vor allem unerhörter Vitalität und Präzision. Man erlebte in den Werken von Mozart, Danzi, Hindemith, Ibert und Françaix technisch-tonliche Perfektion und unendlich sensibles Musizieren in allen Stilbereichen.
Leichtigkeit, kristalline Klarheit und bestechende Reinheit prägen das Klangprofil dieses Ensembles. Faszinierend ist hier die bis in die letzte Note durchdachte Interpretation. Eine vorbildliche dynamische und agogische Herausarbeitung harmonischen Wendungen, motivischer Bezüge, oder melodischer Abschnitte. Die Musik verlebendigt sich, das was anfangs so erdenfern erschien, wird faßbar und leider viel zu schnell als Selbstverständlichkeit hingenommen. Betrachten [wir] dieses Ensemble als Ausnahmeerscheinung, dieses Konzert als Geschenk von höchsten Gnaden.